Donnerstag, 12. Januar 2012

Scherben deiner Selbst


Die Brust zerspringt. Ein innerer Druck baut sich auf, es zerreißt dich, die Energie verirrt und sammelt sich mit zerstörerischer Kraft, ohne Rücksicht auf deine Fähigkeit diese zu ertragen. Ein Gefühl der Bewusstlosigkeit macht sich breit, ohne die Möglichkeit in Betracht zu ziehen sich endgültig von den bewussten Wahrnehmungen deines Geistes zu verabschieden und dich endlich in das Nirvana zu entsenden. Taub und mit verschwommener Sicht verschwinden Alltäglichkeiten in einem Meer aus Leid, der einzige Ausweg ist der Verlust der Kontrolle, das wahnsinnige Nachgehen der gestauten Dynamik. Die Entscheidungen basieren auf Trieben und werden zu Ausdrucksmitteln deiner Eigenheiten. Keine Behutsamkeit sondern brutale Tatkraft entwickelt ein Eigenleben und verfrachtet dich in eine Zwischenwelt die weder Regeln noch Gesetze kennt. Einzig getrieben vom Gedanken der Befreiung packt es dich, reißt dich mit und bringt dich in nie gekannte Sphären der Emotionen. Beinahe im Rausch versuchst du dich zu befreien, die Fesseln zu sprengen, zu entkommen und zu fliehen. Eine Unmöglichkeit versperrt dir den Weg, raubt dir den letzten klaren Gedanken und lässt dich nur noch stürzen. Tiefer und tiefer fällst du in einen Strudel aus Verdrängung, Erkenntnis, Lüge und dem Willen der Veränderung. Die Menge der Eindrücke zwingt dich in die Knie während du nach Atem ringst. Der Schmerz zerspringt am nächsten klaren Gedanken und unbemerkt verschwindet er bis zum nächsten Augenblick des Kontrollverlusts. Wann wirst du damit nicht mehr umgehen können? 

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