Geht ins Herz. Bleibt im Kopf. Ich liebe es.
Pflichttermin dieses Wochenende.
Watergate, Freitag der 20.01.2012
http://www.myspace.com/diynamicmusic
http://water-gate.de/
Montag, 16. Januar 2012
Wert
Nicht jemand gibt dir einen Wert. Du gibst ihn dir. Wenn keiner da ist, der dich wertschätzt, bist du weder besser noch schlechter, weder blasser noch strahlender. Sei mit dir selbst im Reinen und lebe mit deinen Fehlern. Wir alle haben sie. Du bist nicht weniger schön, nicht weniger intelligent, hast nicht weniger zu sagen, nur weil es dir keiner mitteilt. Lebe dich selbst, nicht durch andere. Du wirst dich immer verlieren und wirst immer weiter in der Außenwahrnehmung verblassen, wenn du es nicht tust. Eine Tragödie. Denn du bist es wert.
Sonntag, 15. Januar 2012
Widerspruch
Der Bass vibriert. Das Herz nimmt seinen Rhythmus an. Das
Adrenalin staut sich, wächst bedrohlich, schießt durch die Venen und bringt ein
Gefühl des Glücks, der Liebe, der Macht. Man tanzt. Man tanzt unendlich lang. Schemenhaft
erkennst du lachende Gesichter, Arme in der Luft, kein Stress, keine reale
Welt. Zwischenwelt. Parallelwelt. So schön. So überdimensional. Nichts lässt
diesen Punkt erreichen, außer Liebe. Pure Liebe. Der Vergleich wird zum Widerspruch.
Donnerstag, 12. Januar 2012
Scherben deiner Selbst
Die Brust zerspringt. Ein innerer Druck baut sich auf, es zerreißt
dich, die Energie verirrt und sammelt sich mit zerstörerischer Kraft, ohne
Rücksicht auf deine Fähigkeit diese zu ertragen. Ein Gefühl der Bewusstlosigkeit
macht sich breit, ohne die Möglichkeit in Betracht zu ziehen sich endgültig von den bewussten Wahrnehmungen deines Geistes zu verabschieden und
dich endlich in das Nirvana zu entsenden. Taub und mit verschwommener Sicht
verschwinden Alltäglichkeiten in einem Meer aus Leid, der einzige Ausweg ist der
Verlust der Kontrolle, das wahnsinnige Nachgehen der gestauten Dynamik. Die
Entscheidungen basieren auf Trieben und werden zu Ausdrucksmitteln deiner
Eigenheiten. Keine Behutsamkeit sondern brutale Tatkraft entwickelt ein
Eigenleben und verfrachtet dich in eine Zwischenwelt die weder Regeln noch
Gesetze kennt. Einzig getrieben vom Gedanken der Befreiung packt es dich, reißt
dich mit und bringt dich in nie gekannte Sphären der Emotionen. Beinahe im
Rausch versuchst du dich zu befreien, die Fesseln zu sprengen, zu entkommen und
zu fliehen. Eine Unmöglichkeit versperrt dir den Weg, raubt dir den letzten
klaren Gedanken und lässt dich nur noch stürzen. Tiefer und tiefer fällst du in
einen Strudel aus Verdrängung, Erkenntnis, Lüge und dem Willen der Veränderung.
Die Menge der Eindrücke zwingt dich in die Knie während du nach Atem ringst. Der
Schmerz zerspringt am nächsten klaren Gedanken und unbemerkt verschwindet er bis
zum nächsten Augenblick des Kontrollverlusts. Wann wirst du damit nicht mehr
umgehen können?
Nicht hier.
Das ist keine Selbsthilfegruppe. Das ist keine Therapie. Das
ist allerhöchstens ein Spiegel der dir immer wieder vors Gesicht gehalten wird,
in dem du deine kleinsten Makel, größten Fehler, winzigsten Falten, verursacht
durch quälerisches Nachdenken über Zustände, die du nicht verstehst, sehen
kannst. Eine Art Seelenspiegel. Jeder hat mindestens Einen zuhause. Manche
tragen ihn zusätzlich auch noch in Miniaturform durch die Gegend, in der
Hoffnung dass sich das zerrissene Bildnis ihrer selbst mal ändert. Und wo ist
deiner?
Mittwoch, 4. Januar 2012
Sehnsucht nach der Bohème
Drogen. Exzess. Drogen. Exzess. Drogen. Exzess. Wörter die für mich wie so gut klingen, das ich sie vereinen will, immer und immer wieder, eine Hommage an das Leben, eine Hommage an die Liebe, das Gefühl, eine Hommage an mich. Erinnerungen werden wach, an ausschweifende Nächte im Berghain oder dem Kater, an das Gefühl von Freiheit und Macht, an die Menschen, die Menschen die ich so bewundere und die dennoch oft so zu bemitleiden sind. Ich will Teil davon sein, Teil des Heroin Chic, will 20 Pfund verlieren und mit Augenringen durch die Gegend laufen. Mein Leben fühlt sich falsch an, wenn ich mich nicht dieser verdorbenen Parallelwelt anschließen kann, die dennoch süßer und befriedigender ist als alles andere, was ich kenne. Nach langer Abstinenz verbrachte ich einen Abend mit diesem einem Mann, dieser eine Mann der alles so verkörpert, diese natürliche Arroganz, berechtigt durch seine Überlegenheit, die ihn von den anderen Unwissenden unterscheidet. So lange konnte ich mich dem Exzess verwehren, solange unterdrücke ich meine Leidenschaft für diese abstruse Kulisse, die irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn liegt, die mich aufsaugt und einnimmt, ohne dass ich es kontrollieren kann. Diese Gewöhnlichkeit, diese lähmende Routine und graue Masse schreckt mich und treibt mich immer weiter in die Idee der Genialität, der Besonderheit, die ich verkörpern und leben will. Ein Ventil für den Ausbruch aus der Allgemeinheit, eine Möglichkeit für das Gefühl des Lebens. Tödlicher Gedanke, die Verschmelzung mit denen, die ausbrechen, ihre Freiheit in Ausdruck erleben, sei es welcher auch immer.
Montag, 2. Januar 2012
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